Suppe von Linsenpüree mit Rebhuhn -
Man kocht ein sauber vorbereitetes Rebhuhn in Fleischbrühe weich, gießt die Brühe durch ein Sieb und läßt das Rebhuhn erkalten.
Ebenso kocht man zuvor gewaschene Linsen in Wasser weich und streicht sie durch ein Sieb.
Dann schwitzt man etwas scheibig geschnittenen Sellerie und eine Schnitte Schinken in Butter, fügt ein wenig Mehl hinzu, läßt dieses gelb schwitzen, füllt gute Fleischbrühe nebst der Brühe von dem Rebhuhn darauf, läßt dies kochen, gießt es durch ein Sieb, vermischt es mit den durchgestrichenen Linsen, färbt die Suppe, welche gut seimig sein muß, mit etwas brauner Fleischbrühe oder mit einigen Tropfen Zucker-Jüs bräunlich, läßt sie an der Seite des Feuers noch etwa eine halbe Stunde langsam kochen, nimmt den Schaum und das Fett von derselben ab und würzt sie mit dem nötigen Salz.
Das Rebhuhn wird in Filets geschnitten, wie das Huhn in Nr. 170 und nebst in Butter gelb gebratenen Semmel Croutons beim Anrichten in die Suppe gegeben.
Statt des Rebhuhns kann man auch gepökelte Schweinsohren, die in Wasser weich gekocht und nach dem Erkalten in etwa zolllange und federkielbreite Streifen geschnitten sind oder Bratwurst, welche gargedünstet, abgehäutet und in dünne Scheiben geschnitten ist, in die Suppe geben.
Quelle:
- Sophie Wilhemine Scheiblers allgemeines Deutsches Kochbuch für alle Stände.
- Aus der Rubrik: Von der Zubereitung der Suppen, III. Püree-Suppen
- Rezept 175, Seite 72 aus der 16. Auflage von 1861 - (Erstausgabe 1815)
- Suppe von Linsenpüree mit Rebhuhn
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