Sauerampfersuppe -
Man kocht von Fleischbrühe mit etwas in Butter geschwitzten Mehl eine seimige Suppe, tut eine gute Handvoll Sauerampfer, der von den Stielen gestreift, gewaschen, in schmale Streifen geschnitten und mit ein wenig Butter weich geschwitzt ist, hinein, läßt die Suppe noch eine kurze Zeit kochen, quirlt sie mit einigen Eidottern, die mit etwas süßer oder saurer Sahne verdünnt sind, ab und mischt noch ein wenig frische Butter darunter.
Man gibt entweder Reis, welcher nach der Nr. 134 gekocht ist, oder kleine rundliche geröstete Semmelscheiben oder verlorene Eier in die Suppe.
Man kann übrigens auch den Sauerampfer, nachdem er in Butter weich geschwitzt ist, durch ein feines Sieb streichen, das Pürree mit der wie oben mit Weißemehl seimig gebundenen Brühe vermischen und die Suppe wie vorhergehend mit Eiern und Sahne legieren.
Quelle:
- Sophie Wilhemine Scheiblers allgemeines Deutsches Kochbuch für alle Stände.
- Aus der Rubrik: Von der Zubereitung der Suppen, II. Gebundene Suppen von Fleischbrühe
- Rezept 155, Seite 64 aus der 16. Auflage von 1861 - (Erstausgabe 1815)
- Sauerampfersuppe
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