Schnittbohnen auf andere Art einzumachen -
Eine unveränderte Original Anleitung aus Praktisches Kochbuch von Henriette Davidis (1896)
Die Bohnen werden ausgewaschen, geschnitten, in einem Kessel von Kupfer oder Nickel zum Kochen gebracht und nur einige Minuten darin gelassen, wenn sie auch nicht völlig durchkochen, in einen Korb oder Durchschlag geschüttet und zum Abkühlen viel kaltes Wasser darüber gegossen.
Der Boden des Fasses wird nun mit etwas Salz bestreut und jede abgekochte Portion Bohnen, wozu man jedesmal frisches Wasser zum Kochen bringt, ins Faß drückt.
Ist man mit dem Abkochen fertig, so streut man etwas Salz auf die Bohnen und bedeckt sie mit kaltem Wasser, beschwert sie anfangs nicht stärker, als es das Niederhalten der Bohnen erfordert, damit sie nicht zu fest gepresst werden (später kann man etwas mehr Gewicht zum Beschweren nehmen).
Nach 14 Tagen gießt man die Brühe davon ab und wieder kaltes Wasser darauf, und wiederholt dies von Zeit zu Zeit, etwa alle 14 Tage.
Die auf diese Weise eingemachten Bohnen haben eine vorzüglich schöne Farbe, bedürfen weiter nicht des Salzes, zum Weichwerden nur einer kurzen Zeit, haben keinen unangenehmen Geruch und sind im Geschmack fast mit den frischen Bohnen zu vergleichen.
Quelle:
- Henriette Davidis Praktisches Kochbuch für die gewöhnliche und feinere Küche (1896)
- Aus der Rubrik: Vom Einmachen und Trocknen der Gemüse
- Rezept 10, Seite 609 - Schnittbohnen auf andere Art einzumachen