Zu der Zeit, wo der Mais oder türkische Weizen Kolben ansetzt, zeigen sich häufig
zwei solcher Kolben beieinander; davon nimmt man den schwächeren ab, wenn er höchstens
die Länge und Dicke eine Fingers hat, entfernt Blätter, Fasern und Stiel.
Dieselben werden gewaschen und in gesalzenem Wasser einmal aufgekocht.
Hierauf fühlt man sie in kaltem Wasser ab, läßt sie auf einem Durchschlag abtropfen und packt sie in Steintöpfe ein.
Inzwischen kocht man Essig, dem man ein wenig Pfeffer, Salz, Muskatblüte, einige Schalotten und wenige Lorbeerblätter hinzugefügt hat, 4-5 Minuten lang und gießt ihn erkaltet durch einen Durchschlag über den Weizen.
Nach Verlauf einiger Tage gießt man den Essig ab, kocht ihn nochmals auf und gießt ihn erkaltet wiederum auf den Weizen (Mais).
(aus einem alten Deutschen Kochbuch für alle Anfängerinnen etc. von 1891)