Hierzu wählt man ganz junge Schwertbohnen, zieht die Fäden ab, schneidet sie sehr fein und mengt sie mit Salz.
Man drückt sie darauf in einem Steintopf oder auch in ein gut ausgebrühtes Faß ein.
Während des Eindrückens wird noch Salz dazwischen gestreut.
Oben darauf legt man Traubenblätter und beschwert dann die Bohnen mit einem Deckel und Steinen.
Nach drei Wochen wird sich eine Haut darüber gezogen haben, die man mit den Traubenblättern abnehmen muß. Dann bedeckt man die Bohnen mit einem reinen Tuche, das rings herum eingesteckt wird und zuletzt dann mit dem mit Steinen beschwerten Deckel.
Man muß wenigstens 14 Tage darnach sehen, das darauf liegende Tuch auswaschen, Deckel und Steine reinigen.
Fängt man an, davon zu gebrauchen, so geschieht diese Arbeit bei dem jedesmaligen herausnehmen einer Portion.
Beim Einmachen der Bohnen legt man wohl zuweilen halbausgewaschene Gurken dazwischen und erhält so Salzgurken ohne weiter Mühe.
Beim Herausnehmen werden sie in der Mitte durchgeschnitten, ½ Tag in Essig gelegt und dann zu Ochsenfleisch oder dgl. servirt.
Quelle:
- Ein Rezept aus dem
- "
Kochbuch Supp`, Gemüs`und Fleisch von 1876"
- aus der Rubrik: In Salz eingemachte Früchte und Gemüse
- Rezept 795, Seite 396 — Gesalzene Bohnen
- Überarbeitet und digitalisiert von www.feiertagsrezepte.de