Dazu nimmt man recht festen schönen Weißkohl, schneidet die Strünke und dicken Blattrippen
heraus und schneidet den Kohl vermittelst eines Kohlhobels oder mit einem Messer fein, mengt ihn mit Salz
gut durch (nach Belieben kann man auch etwas Kümmel und Dill daran thun), und stampft ihn mit einer Keule recht fest in ein eichenes Faß ein, dessen Boden mit Kohlblättern bedeckt ist.
Man kann auch Borsdorfer Aepfel zwischen die Kohlschichten in das Faß legen; obenauf streut man noch etwas Salz, legt Kohlblätter und ein reines Tuch darüber, bedeckt das Faß mit einem Deckel und beschwert denselben mit Steinen; man läßt das Faß an einem nicht zu kühlen Orte stehen, bis der Kohl in Gährung kommt, dann erst bringt man es in einen kalten Keller.
Wenn der Kohl nicht Brühe genug hat, so kocht man Wasser mit Salz auf und gießt es erkaltet über den Kohl.
Zu einem Eimer geschnittenen Kohl nimmt man ungefähr eine Hand voll Salz.
(aus einem Deutschen Kochbuch für alle Stände von 1861)