Hierzu nimm das Gelee von Hirschhorn,
aber ohne Zucker, und wenn es zum zweitenmale durchgegossen ist, so rühre darunter
Kirschen- oder Himbeersaft, welcher mit Zucker dick eingekocht ist; dann thu es in eine porzelanene
Schüssel oder in eine Forme, und laß es kalt werden.
Mit diesem Gelee kann man auch Zitronen füllen:
Schneide die Zitronen, wovon man den Saft in das Gelee braucht, in der Länge von einander, und
drücke den Saft heraus in eine Schüssel zum Gelee.
Dann schneide aus den Hälften der Zitrone das Weiße, so viel möglich, behutsam heraus,
damit ja das Gelbe nicht mit eingeschnitten werde. Setze sie auf eine Schüssel, lege etwas
dazwischen, daß sie fest und gerade stehen; dann fülle sie mit dem Gelee.
Wenn sie kalt und steif sind, so schneide sie mit einem scharfen Messer in der Länge von einander,
lege sie auf das vorige Gelee, wenn selbiges in einer Schüssel ganz kalt und steif ist, an dem Rande
herum.
Das meiste von diesen Zitronenvierteln muß auf dem Gelee liegen, und nur eine Spitze auf dem Rande.
Man nimmt von dem vorigen Gelee hierzu gleich etwas besonders ohne Zucker.
Die Zitronenviertel sind überhaupt gut zum garnieren der Geleen.
(aus einem Magdeburger Kochbuch für angehende Hausmütter und Haushälterinen und Köchinen von 1813)