Ma tut die Himbeeren in einen neuen ausgekochten Topf, setzt ihn in einen Kessel siedenden Wassers und läßt sie eine Weile kochen, so springen die Beeren auf; man gießt den Saft nach und nach ab, und so, daß er schön helle bleibt.
Der Topf muß aber fest zugedeckt werden, damit kein Wasser hineinkomme.
Zu 1 Nößel Saft kommt 1 Pfund feiner Zucker, wohl geläutert und so stark gesotten, daß er in einem silbernen Löffel wieder zu Zucker erhärtet; dann wird der Saft hineingetan und so lange gerührt, bis der Zucker zergangen ist.
Ehe beides ganz kalt wird, tut man es in nicht gar zu große Gläser; am dritten Tage wird es erst Gelee, welches mit einem feinen naßgemachten und abgetrockneten Papier, nach Form des Glases geschnitten, bedeckt wird.
Wenn man 2 Teile Himbeersaft und 1 Teil roten Johannisbeersaft nimmt, so wird das Gelee recht schön.
(Rezept 785, Band 1, aus einem Magdeburger Kochbuch für angehende Hausmütter und Haushälterinen und Köchinen von 1861)