Man thue die gut verlesenen und gewaschenen Beeren zum Ablaufen zuerst auf Siebe und danach auf ein
großes Leintuch zum Abtrocknen und wenn sie abgetrocknet sind, so schütte man sie in einen
großen Messingkessel oder in eine sehr große irdene Bratpfanne, setze sie auf gutes Feuer und
schüttle sie, so wie sie anfangen warm zu werden, hin und her, damit sie recht untereinander kommen
und wenn sie an den Seiten anfangen zu krimmeln und durch und durch heiß sind, ohne wirklich zu
kochen, so schüttle man sie auf dem Feuer, noch ganz kurze Zeit, kräftig durcheinander, hebe
sie ab und fülle sie in Steintöpfe.
Beim Gebrauch nehme man dann Abends vorher die nöthige Portion in eine Schüssel, rühre
ebensoviel sehr fein gesiebten Zucker darunter und gebe sie gleich in die dazu bestimmte Schale.
Den andern Tag sind sie dann wie in Gelee gesetzt und man wird sie, die ganz ihren natürlichen
Wohlgeschmack bewahrt haben, erfrischender finden, als die mit Zucker eingemachten und servirt sie
besonders gern, mit geschlagenem Rahm (Schlagsahne) dabei.
(Ein Rezept von Ludovica von Pröpper. (1818 - 1898))