Man schäle Speisekürbis, schneide ihn in fingerlange Streifen und rechne auf 5 Kilo davon, 1½ Kilo Zucker,
1 Liter Essig, 8 Gramm ganzen Zimmet und einige Gewürznelken und Ingwerstückchen aus der Apotheke, koche Esig und
Zucker zusammen und schäume es ab.
Gebe nun den Kürbis, portionsweise, so viel die Füssigkeit gut fassen kann, hinein und lasse ihn etwa zehn Minuten lang
kochen, so daß er von der Gabel fällt, doch darf er ja nicht zu weich werden und wenn Alles so abgekocht ist,
dann lege man den Kürbis in die Gläser, koche den Essig mit dem Gewürz dicklich ein und gieße ihn erkaltet
darüber.
Auf anderer Art:
Auf anderer Art, schneide man den geschälten Kürbis in kleine Stücke und gebe auf 6 Kilo Kürbis 1/4 Kilo
Salz, lasse ihn damit sechs Stunden lang stehen, gieße das Flüssige ab und wasche mit Essigwasser durch.
Koche dann 2½ Liter Weinessig mit ½ Liter Wasser, füge 1½ Kilo Zucker, 20 Gramm Gewürznelken, 10 Gramm feinen
Zimmet und für 5 Pfenig weißen Ingwer in Stücken hinzu, gebe dies über den Kürbis, lasse durchkochen und
fülle es in Steintöpfe, die man mit Blase zubindet.
Die besten Sorten zum Einmachen sind:
Der gelbe Riesen-Melonen-Kürbis, mit wachsähnlichem Fleische, der Chinesische hellgrüne Riesen-Kürbis, der
Angurien-Kürbis und Balparaiso, letzterer wegen der Menge, der zarten Beschaffenheit und des reinen Geschmacks des Fleisches,
einer der allerbesten Kürbisse zum Küchengebrauche.
(Ein Rezept von Ludovica von Pröpper. (1818 - 1898))