Man schäle junge fleischige Kalmuswurzeln, schneide sie in fingerdicke schräge Streifen und koche sie in Wasser, dem man eine
Messerspitze doppeltkohlensaures Natron zugesetzt hat, weich, lasse sie in einem Seiher abtropfen und lege sie bis zum andern Tage in
kaltes Wasser.
Auf ½ Kilo Kalmus koche man nun ½ Kilo Zucker zur Perle, thue die gut abgetropften Wurzeln in eine Schüssel und gieße
den Zuckersaft darüber, den man nach zwei Tagen abgießt, aufkocht und etwas einkocht, den Kalmus darin einmal aufkochen läßt
und in die Schüssel zurückgießt.
An den beiden folgenden Tagen wiederholt man das Aufkochen des Saftes (ohne Kalmus) und am letzten Tage kocht man ihn zum Breitlauf und den Kalmus noch einmal damit auf, füllt ihn in die Gläser und bindet sie nach dem Erkalten mit Blase zu.
Sehr magenstärkend und ein vorzügliches Ingredienz zu Pfefferkuchen, gleich Succade.
(Ein Rezept von Ludovica von Pröpper. (1818 - 1898))