Man schäle recht schöne reife Früchte, schneide sie in dünne Scheiben und lege sie in ziemlich große
Gläser.
Zerschlage dann für je eine große Frucht, 250 Gramm Zucker in kleine Stücke, tauche sie rasch in frisches Wasser,
läutere ihn und gebe ihn auf die Ananas.
Gieße nach drei Tagen den Saft ab, und kochend über die Früchte und nach abermals drei Tagen koche man ihn zu Syrupdicke ein,
lasse die Ananasscheiben eine Minute lang mitkochen und fülle sie gänzlich erkaltet in die Gläser.
Auf andere Art:
Auf andere Art, schäle man sie und schneide sie, je nach ihrer Größe, in vier, sechs, bis acht Theile, blanchire sie in
Wasser und gebe sie auf ein Sieb und danach in die Gläser.
Die Schalen werden in dem, zum läutern des Zuckes bestimmten Wasser, gut ausgekocht das Wasser durchgesiebt und wenn der Zucker
(½ Kilo Zucker und ein Drittel Liter Wasser für ½ Kilo Ananas) zum Faden gekocht ist, so gieße man ihn
abekühlt über die Früchte, binde die Gläser mit Schweinsblase zu und koche sie acht Minuten lang in Wasser.
Auf dritte Art:
Auf dritte Art, viertheile man die Früchte, schneide die Viertel ungeschält, in nicht zu dicke Scheiben und lege sie
schichtweise mit gestoßenem Zucker (½ Kilo auf ½ Kilo Früchte) in weithalsige Gläser.
Oben und unten muß eine besonders starke Schicht Zucker sein und man überbindet die Gläser mit Papier und sieht
täglich nach, ob der Saft die obere Schicht Zucker durchdringt, wo man dann stets frischen Zucker hinzufügen muß,
bis sich oben eine Kruste gebidet hat und man die Gläser nun mit Blase zubindet.
(Ein Rezept von Ludovica von Pröpper. (1818 - 1898))