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Reineclauden in Zucker, -
Zum Einmachen müssen diese Früchte vollkommen ausgewaschen, aber noch hart und grün und ohne Flecken sein.
Man stutze die Stiele mit der Schere halb ab, steche die Pflaumen überall, besonders an den Stielen, mit einer Nadel, setze sie in einen kupfernen unverzinnten Geschirr mit kaltem Wasser, etwas Essig und einer Prise Salz aufs Feuer, lasse sie bis zum Siedepunkt heiß werden und dann an der Seite des Feuers ziehen, bis sie sich weich anfühlen, lege sie in kaltes Wasser, lasse sie verkühlen und lege sie zum Aptropfen auf ein Sieb.
Auf 1 Pfund Pflaumen lasse man 1 Pfund Zucker mit etwa 3/8 Quart Wasser aufkochen, schäume ihn aus, lasse die Pflaumen darin einmal aufkochen, lege sie in einen Napf und gieße den Zucker darüber.
Am folgenden und am dritten Tage wird der Zucker abgegossen, ein wenig eingekocht und heiß über die Früchte gegossen.
Am vierten Tage koche man den Zucker so weit ein, daß er breit und schwer von einem dareingetauchten Löffel tropft, lasse die Pflaumen darin einmal aufkochen, tue sie in einen Napf und bedecke sie mit Papier.
Nach dem Erkalten muß der Zucker einem ziemlich dickflüssigen Sirup gleichen; hat er diesen Grad nicht, oder verdünnt er sich während der nächst folgenden Tage wieder, so koche man ihn noch ein wenig ein und gieße ihn heiß über die Früchte, welche dann in Gläser geordnet und überstehend mit dem Zucker bedeckt werden.
Nach dem Erkalten lege man in Rum getränktes Papier über die Früchte und binde die Gläser fest mit Blase zu.
Quelle:
- Sophie Wilhemine Scheiblers allgemeines Deutsches Kochbuch für alle Stände.
- Rubrik: Vom Einmachen, II. Das Einmachen der Früchte in Zucker
- Rezept 1296, Seite 440 aus der 16. Auflage von 1861 - (Erstausgabe (1815)
- Reineclauden in Zucker
- Überarbeitet und digitalisiert von www.feiertagsrezepte.de
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