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Vom Eingemachten    -    in Essig und Zucker
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Pflaumen in Essig eingemacht
(Ein Rezept von August Erdmann Lehmann, 1843)

Pflaumen in Essig eingemacht -
2 Schock große, reife, nicht weiche Pflaumen, die Stiele noch dran, legt man in einen Topf, dann 1 Kanne Weinessig mit 3 Pfund Zucker gekocht und kochend auf die Pflaumen, so 2 Tage stehen lassen. Darauf gießt man den Saft in einen Kessel, läßt sie kochen, legt einen Teil von den Pflaumen hinein und läßt sie kochen, bis sie aufplatzen (welches nichts bedeutet, indem sie sich wieder zusammen ziehen; denn wenn sie nicht gut gekocht sind, so bleiben sie hart und sind nicht genießbar); tut diese wieder in den Topf und kocht die noch übrigen Pflaumen auch so ab, streut dann zwischen die Pflaumen 1 Loth Zimt, 2 Loth Nelken und sofort schichtweise Pflaumen und Gewürze. Den Saft kocht man nun zu dünnem Sirup und tut noch etwas Zucker hinzu, gießt es über die Pflaumen und läßt sie verkühlen. Sollte in einigen Tagen der Saft wieder dünner geworden sein, so gießt man ihn mit etwas Zucker, ohne die Pflaumen, wieder dicke und gießt ihn sodann wieder kalt dazu. Sie werden anstatt des Salates zum Braten gegeben.

Wenn diese Pflaumen verbraucht sind, so kann man sich wieder andere verschaffen, nämlich: man nimmt ein Mäßchen große gebackene Pflaumen, rein gewaschen und in Wasser 1/4 Stunde weich gekocht, dann tut man 1 Pfund Zucker, 1/4 Kanne Essig und das Pflaumenwasser in eine Kasserole, läßt es aufkochen, nebst Gewürze über die Pflaumen.

Quelle:
- Ein Rezept aus dem - " Kochbuch von August Erdmann Lehmann, 1843"
- aus der Rubrik: 18. Abteilung, Vom Eingemachten in Essig und Zucker
- Rezept 1346, Seite 394  —  Pflaumen in Essig eingemacht
- Überarbeitet und digitalisiert von www.feiertagsrezepte.de


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