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1 1/2 Pfund Mehl in ein Geschirr, warm gestellt, dann 1/4 Kanne Rahm mit 16 Loth Butter schmelzen lassen, mit 4, 6 bis 8 Dottern, 4 Loth Zucker, noch eine 1/8 Kanne Rahm untergequirlt, wie auch 1/8 Kanne dicke Hefen, dieses in das Mehl, rührt es recht sehr, daß sich der Teig von dem Rührlöffel löst; 1/4 Pfund große, 4 Loth kleine Rosinen, 2 Loth geschnittene Mandeln, 4 gestoßene bittere Mandeln, Zitronenschale und Zitronat, diese Masse in eine ausgeschmierte Form über die Hälfte voll, auf einen warmen Ort gestellt und 1/4 Stunde, auch länger, aufgehen lassen, bis die Form fast voll geworden ist, in der Röhre oder Backofen 1/2 Stunde gebacken.
Zu wissen, ob sie ausgebacken hat, sticht man mit einem Hölzchen wie eine Spicknadel in die Mitte hinein und wenn beim herausziehen der Teig noch daran hängen bleibt, so muß sie noch länger backen (auch zeigt es sich, wenn sie sich von Seiten gelöst und Farbe hat), alsdann auf ein Brett, Sieb oder Schüssel gestürzt, mit Butter bestrichen, mit Zucker und Zimt bestreut und kalt gegessen.
Auch kann man Butter und Dotter mehr nehmen, oder gar keine Dotter, an dessen Stelle etwas Safran.
Viel Zucker macht es schwer und zu braun.
Quelle:
- Ein Rezept aus dem
- "
Kochbuch von August Erdmann Lehmann, 1843"
- aus der Rubrik: 17. Abteilung, Von allerlei Backwerk
- Rezept 1200, Seite 355 — Bäbe
- Überarbeitet und digitalisiert von www.feiertagsrezepte.de
Ausführliche Informationen über die Geschichte des Gugelhopf (Napfkuchen, Aschkuchen etc.) gibt es auf der Seite
http://www.brauchtumsseiten.de/a-z/g/gugelhopf/home.html
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