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Rindfleisch mit Meerrettich, -
6 Pfund Rindsbrust (auch ein anderes Stück), kocht es
nach Nr. 329
weich (ein Bruststück muß immer 1/2 Stunde länger kochen), beschneide es ganz dünne, daß es weiß aussieht, etwas fette Brühe mit Petersilie aufgekocht, überzieht das Fleisch damit, daß es ganz grün aussieht, auch Salz und Pfeffer und gibt den Meerrettig apart dazu.
Eine Wurzel Meerrettig wird geschabt und gerieben, auf einen Teller und zugedeckt; zu einem
Weißmehl,
1/4
Kanne
Rahm dazu, wie auch 1/4 Kanne Brühe (auch kleine Rosinen), gerührt und aufkochen,
2 Loth gestoßene Mandeln, worunter 3 Stück bittere sein könnten, wenig Salz, auch geriebene Semmel statt obigen Mehls, auch etwas Zucker, den Meerrettig unter die fertige Sauce, macht ihn mit Brühe heiß und noch dünner, er darf nicht mehr kochen, sonst vergeht ihm die Kraft; sollte er zu scharf sein, darf man ihn nur kochen lassen, auch mit Eiern abziehen oder mit Safran gelb machen, und mit Rindsfett begießen.
Man ißt ihn gern um des fetten Rindfleisches, welches derselbe noch weit delikater macht.
Wenn man ihn mäßig genießt, soll er sehr gesund sein.
Einige gebrannte Kaffebohnen oder Gewürznelken gekaut, sollen den Meerrettiggeruch vertreiben.
Auch nur kochende Brühe auf den Meerrettig, läßt ihn aufkochen, gesalzen, und muß dicklich sein.
Auch roh gerieben, mit Essig, Zucker und wenig Salz angemacht, nicht gekocht, vorzüglich zu Schweinskottelets oder blauen Karpfen gegessen.
Quelle:
- Ein Rezept aus dem
- "
Kochbuch von August Erdmann Lehmann, 1843"
- aus der Rubrik: 4. Abteilung, A. Vom Rindfleisch
- Rezept 338, Seite 102 — Rindfleisch mit Meerrettich
- Überarbeitet und digitalisiert von www.feiertagsrezepte.de
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