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Sauerampfer -
Im Winter und Frühling ist der Sauerampf besonders mild und lieblich säuerlich, so man ihn denn nicht abkochen darf.
Im Sommer, wenn er stärker geworden, schadet es ihm weniger.
Der alte und große Sauerampf wird gewaschen, nicht lange im Wasser gekocht, ausgedrückt, geschnitten, 1 Teller voll in eine Kasserole, mit Butter, Semmel, Zitronenschale und Brühe aufgekocht und so dicke zu Lamm, Koteletten, Eiern, Schinken und Wurst angerichtet.
Über den jungen und neuen Sauerampfer gewaschen, und gleich roh mit Butter, Zwiebel und Zitronenschale in eine Kasserole, zugedeckt auf dem Feuer zusammen fallen, zerrühret durch ein Sieb gestrichen, dann wieder in das Kasserole, mit Brühe nebst geriebener Semmel aufkochen und auch mit Eiern abgezogen.
Auch auf folgende Art, wenn er sehr alt und sauer ist.
Man wischt ihn, drückt ihn aus, fein geschnitten (auch wohl wieder ausgedrückt), hernach mit Butter und geriebener Zwiebel gedünstet, weiß
eingebrennt, mit Brühe aufgefüllt, auch 4 gekochte Dotter zerrühren und mit dem Sauerampf durchstreichen und die Eiweiße geschnitten in Butter wenig braten lassen und um dem Sauerampf.
Auch Einmachen (Einlegen).
Nämlich man nimmt viel Sauerampf, drückt ihn in eine Kasserole, setzt ihn aufs Feuer, läßt ihn in seinem eigenen Safte kochen und weich werden, auch in mehreren Töpfen, dann zusammen durch ein großes Sieb gestrichen, wieder in die Kasserole getan und so dicke wie Pflaumenmus mit etwas Salz, einkochen lassen; auch kann das Einkochen in der Bratröhre geschehen; wenn er recht dicke ist in kleine Töpfe getan, kalt mit Butter begossen und aufgehoben, so kann man ihn im späten Winter haben.
Ein großer Tragkorb voll Sauerampfer von den Wiesen ist hierzu erforderlich.
Quelle:
- Ein Rezept aus dem
- "
Kochbuch von August Erdmann Lehmann, 1843"
- aus der Rubrik: 3. Abteilung, Von allerhand Gemüsen
- Rezept 283, Seite 80 — Sauerampfer
- Überarbeitet und digitalisiert von www.feiertagsrezepte.de
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