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Braunkohl
Er wird abgestreift von den Rippen und 1 Stunde gekocht, bis er weich ist, abgegossen und ausgedrückt, klein geschnitten, wie man ihn haben will, einen Suppenteller voll in eine Kasserole, mit Braunmehl und Zwiebeln eingebrannt und mit der Brühe des Fleisches, welches man dazu essen will, dünne gemacht (auch in Fette, es sei Schwein- Gänse- oder Fett von Braten, einige Zeit dünsten lassen und zuletzt einbrennen).
Man kocht den Kohl am liebsten im Winter, wenn er einen Frost gelitten hat, dann ist er am besten und kocht gleich weich, im Sommer wird er selten gebraucht.
Im Winter kann man ihn roh klein wiegen und sogleich in Fett weich dünsten und fertig machen; viele machen ihn mit Zucker süß.
Mit Kastanien nach Nr. 65 auch mit Erdäpfeln garniert.
Zum Rinds- und Schöpskoteletts, Bratwurst, geräucherten Fleische u.s.w.
Junge Rübsenblätter werden wie Braunkohl behandelt und wird zu obigen Fleischarten gegeben.
Quelle:
- Ein Rezept aus dem
- "
Kochbuch von August Erdmann Lehmann, 1843"
- aus der Rubrik: 3. Abteilung, Von allerhand Gemüsen
- Rezept 280, Seite 79 — Braunkohl
- Überarbeitet und digitalisiert von www.feiertagsrezepte.de
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