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Hefen. Wenn man die Hefen aus dem Brauhause bekommt, oder sie selbst von dem aufgestossenem Biere von Fässern nimmt, tut man sie in einen Topf, gießt 1 Kannenmaaß kaltes Wasser darauf, gießt sie durch ein Sieb in ein anderes Gefäß, damit Hopfen, Pech und Stroh im Siebe bleiben, läßt sie eine Nacht hindurch setzen.
Das Wasser nimmt ihnen das Bittere und macht sie auch weiß.
Will man sie gebrauchen, so gießt man das Wasser ab, nimmt die bestimmten Löffel solcher dicken Hefen, nach Vorschrift, zu der Bäckerei und gießt wieder frisches Wasser auf, die zurückgebliebenen (ohne umzurühren, sonst würden sie zu sehr auswässern und ihre Kraft verlieren) und hebt sie so wieder einige Tage auf.
Will man wissen, ob sie in einiger Zeit noch gut sind, so tue man eine Messerspitze voll Hefen in sehr heißes Wasser, kommen sie bald in die Höhe, so sind sie noch gut, bleiben sie aber am Boden liegen, so ist ihre Kraft verwässert, tue sie weg, ehe man die Kuchen damit verdirbt.
Ungewässerte Hefen haben die beste Kraft, sind aber oft sehr bitter.
Quelle:
- Ein Rezept aus dem
- "
Kochbuch von August Erdmann Lehmann, 1843"
- aus der Rubrik: Erste Abteilung, Was von verschiedenen Sachen zu wissen nötig
- Rezept 7, Seite 2 — Hefe, Hefen
- Überarbeitet und digitalisiert von www.feiertagsrezepte.de
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