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Die Kochkunst von A - Z   -    Küchen - Lexikon
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Sardellenbutter

Sardellenbutter - von Henriette Davidis (1801-1876)

Sardellen vorbereiten:
Man spüle von den Sardellen das Salz 2 - 3 mal in kaltem Wasser ab und lasse sie in abermals frischem Wasser 10 - 15 Minuten wässern.

Bei weniger guten Sardellen wird eine längere Zeit bis zu mehreren Stunden erforderlich, oder der Osmoe-Apparat in Anwendung zu bringen sein. Besonders fein werden Sardellen in mehrmals erneuerter Milch.

Nach dem Wässern nehme man mit den Fingern die Flossen auf dem Rücken weg, reiße die Fischchen, am Schwanz fassend, in zwei Hälften und entferne das Rückgrat und die am Schwanz befindlichen Flossen.

Dann lege man die Sardellen zum Ablaufen auf einen Durchschlag

Man rührt 1 Pfund gute Butter zu Schaum, nimmt 1 Pfund vorbereitete Sardellen, die man fein hackt, hinzu und reibt die Masse durch ein Sieb, verwahrt sie in einem Steintöpfchen und stellt sie zugebunden an einen kalten Ort.

Man benutzt die Sardellenbutter zum Bestreichen gerösteter Weißbrotschnitte oder zu Saucen, Ragouts und Frikassee. Bei letzteren Verwendungen fügt man sie erst eben vor dem Anrichten bei, da sie nicht kochen darf.

(von Henriette Davidis (1801-1876), der wohl berühmtesten Kochbuchautorin Deutschlands)


Sardellenbutter - von Sophie Wilhelmine Scheibler (1793-1815)

Das Fleisch reingewaschener und auf einem Tuche abgetrockneter Sardellen wird von den Gräten gelöst, feingehackt oder feingestoßen, mit einer gleichen Quantität frischer Butter genau vermischt und durch ein Sieb gestrichen.

(von Sophie Wilhelmine Scheibler (1793-1815), einer berühmten Kochbuchautorin Deutschlands)

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